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Mit welchem dieser 5 perfekten Porsche würden Sie die Heimreise aus Paris antreten?

Die Star-Lose von der Tour Auto 2024-Auktion von Aguttes am 22. April in Paris sind diese fünf fantastischen Porsche, welche den historischen Bogen der legendären Marke spannen. Für welchen würden Sie sich entscheiden?

Die Aguttes-Auktion Tour Auto 2024 steht unmittelbar bevor, also haben wir uns vor der Versteigerung am 22. April in Paris diese fünf unwiderstehlichen Porsche genauer angesehen, die unter den Hammer kommen. Mit einer Spanne quer über die fast 50 Jahre einer außergewöhnlichen Geschichte, findet sich bestimmt ein Heckmotor-Juwel, das auf Sie wartet – egal, welchen Jahrgang Sie bevorzugen. Hier sind sie!

Porsche 356 C 2000 GS von 1963

Vor dem Hintergrund seines Produktionszeitraums von 1948 bis 1965 darf der 356 fraglos als das Modell gelten, das Porsches Namen als einer der größten Sportwagenhersteller überhaupt auf die Karte setzte. Da war es nur angemessen, dass er zum Ende der Produktion 1963 ein außerordentliches Special in Form des 356 C 2000 GS erhielt. Das Sondermodell wurde mit einem 130 PS starken 2,0-Liter-Boxermotor als Derivat des 550 Spyder ausgerüstet – damit war der 2000 GS nicht nur der schnellste „normale“ 356, sondern auch einer der seltensten, denn nur 126 Einheiten verließen das Werk.

Dieses beeindruckende, 1963 nach Deutschland ausgelieferte Exemplar wurde, seit es vom Band lief, 192.000 Kilometer gefahren und nimmt es fern der Autobahn angeblich noch mit den Besten auf. Jedes Jahr wurde dieser 356 von einem von Spaniens führenden Porsche-Spezialisten gewartet, ehe er 2009 zum aktuellen Besitzer wechselte. Wenn Sie nach einer der ausgereiftesten Versionen von Porsches Ur-Sportwagen suchen, dann haben Sie sie gefunden!

 

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Porsche 911 2.0 SWB von 1966

Dieser wundervolle 911 in Slate Grey zählt zu den frühesten Exemplaren der Ikone und erinnert an eine Zeit, in der Porsche noch die 901-Kennung nutzte und ehe Peugeot befand, dass diese Ziffernfolge zu nah an jener der französischen Marke war. Diese frühen 911, die von 1965 bis 1966 gebaut wurden, zeichneten sich durch einen 2,0-Liter-Boxer-Reihensechszylinder aus, der im Verbund mit dem kurzen Radstand des Chassis das purste Fahrerlebnis unter den vielfältigen 911-Variationen bot.

Dieses Exemplar wurde neu 1966 nach Kalifornien ausgeliefert, wo es bleiben sollte, ehe es 2004 durch seinen aktuellen Eigner nach Spanien importiert worden ist. Nach der Rückkehr nach Europa wurde es mit einem Vier-Punkt-Überrollbügel ausgestattet, um an Gleichmäßigkeitsrallyes teilzunehmen. Dieser frühe 911 hat schon 20 solcher Events absolviert und sich darin bewährt. Sollten Sie den Ehrgeiz haben, an solchen Rallyes in 2024 teilnehmen zu wollen, dann haben Sie hier ihren idealen Partner gefunden.

 

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Porsche 911 Carrera 3.0 RS von 1974

Als direkter Nachfahr des legendären Carrera 2.7 RS baute der 3.0 RS auf seinem Vorgänger auf und wurde nochmal leichter und mit deutlich mehr Leistung entwickelt. Er wurde nur ein Jahr lang gebaut mit dem Ziel, die Gruppe 3 zu dominieren, doch nur 54 dieser ultra seltenen Biester berührten je Asphalt – jedes wog nur 1.060 Kilo und wurde von einem 3,0-Liter-Boxer-Reihensechszylinder angetrieben, der 230 PS entwickelte.

Dieses atemberaubende Matching Numbers-Exemplar in Guards Red wurde im Juli 1974 an den Erstbesitzer ausgeliefert, zugleich handelt es sich um den vorletzten 3.0 RS der Produktion. Dieser 3.0 RS hat nicht weniger als 30 Rennen bestritten – 15 Mal erreichte er das Podium, darunter sind auch beeindruckende zehn Siege. In 2000 wurde dieser 911 vom britischen Porsche-Spezialisten Edmond Harris gekauft, der diesem schönen Modell eine umfassende Restaurierung angedeihen ließ. In 2017 war keine geringerer als F1-Legende Derek Bell am Steuer und bestritt damit die Tour Auto in jenem Jahr. Nun wartet dieser 911 auf einen neuen – und zu beneidenden – Besitzer.

 

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Porsche 911 3.8 Cup Evo RSR von 1995

Wenige Abkürzungen mit drei Buchstaben versetzen Porscheholiker in so helle Aufregung wie das Emblem „RSR“ – dieser extreme 993 3.8 Cup Evo RSR bildet da natürlich keine Ausnahme. Er wurde zwischen 1995 und 1998 gebaut, um an der nur Porsche-Modellen vorbehaltenen Rennserie Carrera Cup teilzunehmen. Die RSR können fraglos zu den gewaltigsten Versionen der letzten luftgekühlten Elfer gezählt werden. Mit einem Gewicht von nur 1.120 Kilo – rund 250 Kilo leichter als die straßentauglichen RS – und angetrieben von einem feuerspeienden 3.8-Liter-Boxer-Reihensechszylinder mit einem Output von 300 PS haben sich diese Leichtbau-Racer die Auszeichnung RSR verdient.

Dieses Exemplar mit der Fahrgestellnummer 98100 wurde 1995 gebaut und neu nach Frankreich an den erfahrenen Gentleman Driver Jean-Luc Chéreau verkauft, der damit 1995 sowohl im Carrera Cup und Supercup antrat wie auch 1996 in den Farben des Teams Larbre Compétition. Im Jahr 1990[MOU2]  wurde es gemäß RSR-Spezifikation optimiert, ehe es im Campeonato de España De GT teilnahm und in seiner Klasse mit Luis Maurel und Javier Arenas am Steuer gewann. Als erprobte Track-Waffe wäre dieser 993 eine perfekte Grundlage, um an Rennen des historischen Motorsports teilzunehmen.

 

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Porsche 911 GT2 RS von 2011

Der letzte Porsche auf unserer Liste ist zugleich der neueste und der leistungsstärkste. Den GT2 RS der Baureihe 997 muss man eigentlich nicht weiter vorstellen, denn jedes der 500 gebauten Exemplare hat seinen besonderen Platz im Herzen der Enthusiasten in aller Welt. Seltener noch als der Carrera GT oder der 918 Spyder, gelang es diesem 620 PS starken Kraftwerk bei seiner Premiere einen neuen Rundenrekord auf dem Nürburgring aufzustellen – damit rückte der 997 GT2 RS ins Pantheon der Performance Cars.

Dieses manuell geschaltete Exemplar  - Nummer 47 von 500 – wurde im Oktober 2010 neu vom Centre Porsche Saint-Germain verkauft und mit allen nur erstrebenswerten Optionen versehen wie beispielsweise das Karbon-Paket, Audio Pack Plus, Chrono Pack Plus und Sechspunkt-Sicherheitsgurte. Der aktuelle Besitzer spendierte diesem einmaligen GT2 RS zu Jahresbeginn einen Satz neuer Reifen, PCCB-Karbon-Keramik-Bremsscheiben und Bremsbeläge. Das bedeutet, dass der neue Eigner nur noch in diesen letzten handgeschalteten GT2 RS einsteigen muss, um das Porsche-Maximum auszukosten!

 

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