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13.01.2010
Porsche 911 Carrera 2.7


Black and White

Text: Jan Richter
Fotos: Axel Schmies

Schlafende Hunde soll man nicht wecken? Classic Driver tut es trotzdem und rüttelt in dieser Woche einen „Sleeper“ aus Zuffenhausen wach: den 911 Carrera 2.7 der G-Baureihe. Im Schatten des legendären und momentan etwa dreimal so teuren Vorgängers, dem RS von 1972, blieb er bislang unentdeckt. Zu Unrecht. Um das Markt-Potenzial dieses Sportwagens zu erörtern, haben wir ein Treffen der Generationen arrangiert. Ein Kontrastprogramm in schwarz-weiß.

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RS, bei diesen Buchstaben reiben sich Autosammler weltweit die Hände. Der 1972er Porsche 911 Carrera RS 2.7 der ersten Generation hat einen Kultstatus erreicht, für den Liebhaber mittlerweile 200.000 Euro und mehr zahlen. Der Nachfolger blieb dagegen bislang im Schatten des RS und das, obwohl sich die beiden Brüder doch nur durch wenige Äußerlichkeiten unterscheiden. Die Änderungen ergaben sich, nachdem die Sicherheitsvorschriften in den USA gestrafft wurden und folglich aufprallverstärkte Stoßstangen am Fahrzeug Pflicht wurden. In den Augen des Betrachters erlebte die Form des Carreras damit einen Stilbruch. Doch unter der Karosserie der neuen Generation verbarg sich die leistungsfähige Technik des Ur-RS. Sieht man von dem Mehrgewicht ab, das sich beim ab 1973 nachfolgenden G-Modell durch die Karosserie-Modifikationen sowie neue Komfort- und Sicherheitsfeatures ergaben, war das Fahrerlebnis nahezu gleich.



Trotz der anfänglichen Diskrepanz verkauften sich bereits im ersten Produktionsjahr 1.449 Exemplare des 2.7 G-Modells, davon 423 Targa-Varianten. Offiziell wurde das G-Modell mit 2,7-Liter-Boxermotor zum Modelljahr 1976 eingestellt und von der 3.0-Variante abgelöst. Grund dafür waren die neuen Bestimmungen und Abgasnormen, die der scharfe 2.7 nicht erfüllen konnte. Doch unter der Hand wurden immer noch Fahrzeuge für den Rennsport verkauft, deren Karosserieteile mittlerweile vollverzinkt waren, also resistent gegen Rost. Laut Branchen-Magazin Porsche Fahrer „der beste Carrera 2.7 überhaupt“. Insgesamt 113 Coupés und 20 Targas rollten so 1976 noch vom Band. Dass es einige der inoffiziellen 1976er dennoch auf die Straße schafften, beweist unser weißer Sleeper.



Rennsport für die Straße

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Die Fakten
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