| 04.05.2004 Mercedes-Benz CLK DTM AMG ![]() Das Auto Text: Jan Baedeker Fotos: DaimlerChrysler Das dürfte nicht nur am Golf von Dubai, dem inoffiziellen Mekka der Straßen-Rennfahrer, für Aufregung sorgen: Mercedes klont den erfolgreichen DTM-Rennwagen aus der Saison 2003, verändert die Gen-Sequenzen für die Anforderungen des zivilen Straßenverkehrs und verteilt das verstörende Ergebnis mit dem kryptischen Namen CLK DTM AMG ab Herbst 2004 an genau einhundert finanzstarke Kunden. Seit der Bekanntmachung am 30. April dürften in Affalterbach die Leitungen so heiß laufen, wie schon lange nicht mehr. Der Reiz dieser Nachzucht liegt in den Zahlen begründet: 5,5-Liter, 8 Zylinder, 583 PS, 800 Nm, 3,9 Sekunden bis Tempo 100 und elektronische Blockade bei 320 km/h. Macht unterm Strich genau 236.060 Euro – wenn man denn schnell genug seine Bestellung aufgibt. Um den bissigen DTM-Racer von grüner Hölle auf die grüne Welle umzugewöhnen, dürften sich die Experten bei AMG und dem Mercedes-Rennsportpartner HWA, wo der CLK DTM AMG gefertigt wird, einige Nächte um die Ohren geschlagen haben. So mussten Kurbelgehäuse, Kolben, Ventiltrieb, Kühlung, Ansaugtrakt, Aufladung und Abgasanlage modifiziert werden, um den V8-AMG-Kompressormotor beherrschbar zu machen. Zudem wurde das Fahrwerk komplett neu entwickelt und die Aerodynamik auf die neuen Anforderungen optimiert. Dabei wurde darauf geachtet, dass sich die Zivilversion des CLK DTM AMG trotz aller Modifikationen immer noch in ihrem ureigenen Jagdgebiet, der Nordschleife des Nürburgrings, behaupten kann. Auf der legendären, bereits 1927 fertig gestellten Rennstrecke wurde der Straßenrennwagen und seine einzelnen Komponenten immer wieder aufs Äußerste gefordert und belastet. Genau 20,8 Kilometer lang, mit unübersichtlichen Kuppen, langen Geraden, Gefälle- und Steigungsabschnitten sowie Kurven unterschiedlichster Radien ausgestattet, gilt die unter dem Namen „grüne Hölle“ bekannte Nordschleife als anspruchsvollste Rennstrecke der Welt. Und gerade bei der Abstimmung von Fahrwerk, Bremsen, Reifen, ESP und ASR kam den Testfahrern die oftmals überraschende Witterung der Nordschleife entgegen. Plötzliche Regenschauer sorgten immer wieder für niedrige Reibwerte der Fahrbahn und somit ideale Bedingungen für die Entwicklung des Mercedes CLK DTM AMG. Anzeige ![]() Der Motor |
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