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14.05.2003
Porsche GT1 Straßenversion


Das Rennsport-Gen

Text: Jan Baedeker
Fotos: Bonhams

Am 26. Mai versteigert das Auktionshaus Bonhams in Monaco einen alltagstauglichen Supersportwagen, gegen den selbst der neue Stuttgarter Rennsportler Carrera GT so harmlos wie ein Familienkombi wirkt. Die äußerst seltene Straßenversion des Porsche GT1 von 1998, der während der traditionellen Auktion voraussichtlich ihren Besitzer wechseln wird, leistet stolze 544 PS und erreicht die 100 km/h in nur 3,7 Sekunden.

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Im Jahr 1993 nahm Porsche erstmals an der BPR International Endurance Series - dem Vorgänger der FIA-GT-Meisterschaften – teil. Der Stuttgarter Hersteller trat damals mit dem 911 GT Turbo der internationalen Konkurrenz entgegen. Verglichen mit den Vorgängern, den Prototypen 959 und 962 der Gruppe C, war der GT Turbo eher ein unspektakulärer Rennwagen, doch er erfüllte die neuen Regeln, die Gran Turismo-Sportwagen auf Produktionsbasis verlangten. Als Konkurrent McLaren den Reglements mit dem BMW V12-Motor ihres F1 GTR ein Schnippchen schlugen, war Porsche gezwungen, die aktuelle Strategie zu überdenken. Ein Jahr später traten sie mit einem leicht getarnten 962 an und konnten sogar einen Sieg in Le Mans verzeichnen. Doch langfristig musste man sich etwas neues überlegen – die Stunde des Porsche 911 GT1 war gekommen.

Im Sinne der Reglements benutzte Porsche als Basis für den GT1 die bereits existierende Karosserie des 911ers, Typ 993. Die Karosserie wurde durch einen kräftigen Überrollkäfig versteift, der auch den Motor, dem Getriebe und der Radaufhängung zusätzlichen Halt gab. Da es sich beim GT1 um einen 911er handelte, wurde die neue Motorsport-Hoffnung auch mit einem Sechszylinder-Boxermotor ausgestattet. Allerdings wurde das Triebwerk vor der Hinterachse montiert, und nicht – wie bei der Serienversion üblich – dahinter. Mit 3,2 Litern Hubraum, einer Wasserkühlung, vier Ventilen pro Zylinder und einem Paar KKK-Turboladern mit Ladeluftkühlung war der GT1 bestens für den Renneinsatz ausgestattet. Die maximale Leistung von 600 PS wurde bei 7.200 Umdrehungen erreicht und über ein Sechsgang-Getriebe mit eigenem Ölkühler auf die Räder übertragen.



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Die Straßenversion
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Die Fakten
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